Sonntag, 13. Dezember 2015

... und noch mehr Schande über mein Haupt! Bzw. 02/12

ich weiß, ich weiß.. ich wollte ja eigentlich wöchentlich rein schreiben.. aber, naja.. ich hoffe ihr wisst ja wie das ist;).

Es ist diesmal eine Menge passiert! Thanksgiving, Miami, Weihnachtsfeier, zwei Gehaltschecks (haha!), mein Fahrrad ist da und einfach schon wieder ein ganzer Monat um!

Auf Thanksgiving war ich ja schon sehr gespannt, da wir in Deutschland sowas nicht feiern. Natürlich musste ich arbeiten, aber wir haben ja Service gemacht für Familien die gefeiert haben. Im Endeffekt kann man sagen, dass die sich so gefühlt haben nach dem Essen, wie ich mich immer nach Weihnachten fühle: Kugelrund und vollgestopft. Es hat wirkich Spaß gemacht dabei zu sein, denn auch wenn die Mitglieder alle sehr reich sind, ist ihnen Stunden mit der Familie einiges mehr Wert. Es wurden Videos vorbereitet für die Großeltern (in dem Falle die Mitglieder), der Film 'Frozen' als Bespaßungsprogramm für die Kleinen gezeigt und einfach nur viel geredet und gelacht, was sogar so weit ausartete, dass am Ende die ganzen Familienmitglieder von der Party auf dem Boden im Restaurant saß und die Zeit zusammen genossen hatte.

Ich mache so langsam auch immer mehr Stunden, fällt mir auf. Im November habe ich fast die 200std. geknackt, was einem aber gar nicht immer so auffällt. Und da das Wetter zurzeit eher zu Wünschen übrig lässt, war man über extra Stunden sogar schon fast froh, weil man sonst eh nur zuhause rumgesessen hätte (ohne Auto ist man ja nicht so mobil und allein macht alles nur halb so viel Spaß!).
Die Members sind nun alle wieder da und letzte Woche war die 'Welcome back bzw. Welcome new Members' Party. Das Motto war 'Let it Glow' und ich hatte auch selbst sehr viel Spaß an dem Abend! Es war so eine super Live Show da, wo ich nur dachte:  wenn ich einmal heiraten sollte, würde ich die gerne buchen. Der Name der Gruppe 'Soul Survivors'. Ich weiß nicht, ob und wo sie im Internet vertreten sind, aber ein Versuch ist es ja Wert, falls Interesse besteht. Die hatten ein wirklich großes Reportoire (Oldies bis Neues) und ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, als wären die Jackson Five auf der Bühne (mit zwei Ladies, zwei Herren (einer hellhäutig). Es hat wirklich Spaß gemacht den Leuten beim Tanzen zuzusehen, da sie auch viel Freude hatten.
Ich habe es inzwischen auch mal geschafft, direkt nach Miami zu fahren und es war unglaublich! Ich bin mit drei Arbeitskollgen dort gewesen, sind zum Wynwood District gefahren, eine Art Künstlerviertel. Dort sind alle Wände angesprayt und es gibt eine Menge zu sehen! Danach waren wir in einer Art Diner, der super lecker war und sind danach zum sagenumwobenden Ocean Drive gefahren und sind die Straße hoch und runter flaniert. Und obwohl es unter der Woche war und schon 10pm, waren die Straßen noch sehr voll. Nächstes Mal gehts dort definitiv früher hin und wenn es schön warm ist, dass man auch am Strand liegen kann.

Mein Fahrrad ist inzwischen auch angekommen, habs leider noch nicht nutzen können, da das Wetter entweder zu schlecht oder ich Doppelschicht hatte. Werde berichten!

Vorletzte Woche war unsere Weihnachtsfeier und die war wirklich lustig. Nach dem wir uns alle stundenlang aufgebretzelt hatten, wurden wir von einem Partybus abgeholt, der uns dann zur Feier gefahren hatte. Die Party ging zwar nur bis ca. 10pm, aber danach sind wir noch zu 'Willys' gefahren, der Stammkneipe von meinen Kollegen.Wir hatten da wirklich eine gute Zeit mit Fotobox, vielen Getränken und guter Musik. Da ich wieder um 10am den nächsten Tag arbeiten musste, hab ich es ruhiger angehen lassen (ich erinnere mich gerne ans Moonfest), da ich diesmal auch laut Plan doppelt gearbeitet hatte. War zwar nicht schön, aber hab den Tag trotz leichter Kopfschmerzen gut überstanden.
Blöd (für die Anderen) war, dass bei der Weihnachtsfeier eine Perso-Kontrolle durchgeführt worden ist und somit alle U21 nichts bekommen hatten - "theoretisch";). Morgen feiern die bei uns, dann werden wir auch so gemein sein, haha.

Ich muss gestehen, in der letzten Zeit hat mich das Heimweh langsam erfasst. Ich versuche ja immer am Ball zu bleiben was zuhause so los ist und wenn man über die ganzen Weihnachtsmärkte - und Feiern, Nikolaus und Deko liest, wünscht man sich schon manchmal gerne für ein Wochenende zurück. Aber die Zeit wird auch vergehen und wir machen es uns auch ziemlich nett hier mit unserem "secret Santa", wo wir jede Woche unter geheimen Namen bis Weihnachten wichteln und wir nun doch am 26.12. mit dem Grillteam (das Restaurant wo ich arbeite) Weihnachten feiern. Jede Woche findet unter einem neuem Motto statt. Bisher habe ich Socken mit einem Weihnachtsmann bekommen und eine Kopfmassage (Something soft and something usefull). Und auch wenn wir jede Woche sehr viel arbeiten, wachsen wir auch jede Woche immer mehr als Team zusammen und so macht die Arbeit gleich doppelt Spaß.

Fotos werde ich übrigens demnächst hochladen, schreibe gerade heimlich von Pattis neuem MacBook;)) Mal gucken, ob sie das liest und ich dann was zu hören bekomme, haha. Meinen wollte ich eigentlich mit ihrem zusammen bestellen, habe dann aber doch spontan ein wunderschöne neue Tasche gekauft (Michael Kors, $290 - schnapper!). Da wollte ich nicht gleich übertreiben und warte bis Freitag, weil da gibt es wieder Geld!:)

Bis wirklich nächsten Sonntag, schöne Woche euch und hetzt euch nicht mit dem Geschenkeeinkauf! Meldet euch gerne bei Fragen und Anregungen!

Eure Jenn!

Sonntag, 15. November 2015

"Thanks god that I'm hot"

... hat eine sehr liebe Kollegin versehentlich laut ausgesprochen und mich damit Tränen lachen lassen! Ich weiß gar nicht wieso sie das gedacht bzw. gesagt hat, jedenfalls hat es meinen Tag gemacht.


Wie versprochen, melde ich mich pünktlich zu (hoffentlich) eurer Montagslektüre zurück und ich muss sagen, die Woche war nicht sehr ereignisreich.
Ich habe viel gearbeitet (46std), war an meinem freien Tag bei der Pediküre (wollte meinen Füßen mal was gutes tun), in der Mall ein bisschen einkaufen, hab viel telefoniert und geskyped (man muss ja up-to-Date bleiben) und zur Abwechslung ein wenig gekocht. Gestern Abend habe ich meine liebe Freundin Peace - ja genau, wie✌🏽- aufgeweckt und haben unsere andere liebe Freundin Laura besucht. Leider wohnt Laura mit ihrem Freund Daniel nicht bei uns auf dem Gelände, sondern 5-10min entfernt mit dem Auto. Unser Glück war es, dass wir unseren Van-Driver von der Arbeit gerade erwischt hatten, bevor wir Lyft (so etwas wie Uber (Taxi)) gerufen hatten. So hat er uns nettigkeitshalber bei ihr abgesetzt. Wir saßen dann gemütlich bei Wein, abgewandelten Frozen Margaritas und einigen Snacks auf der Terrasse und haben den Abend bei witzigen Gesprächen ausklingen lassen. Da ich die einzige war, die den folgenden Tag arbeiten musste, habe ich dann so gegen 2am die Notbremse gezogen und wir sind heim. 
Bei der Arbeit habe ich heute beim Brunch gearbeitet und dort habe ich ein Ehepaar aus Düsseldorf kennen gelernt, die Clubmitglieder besuchen waren. Das hat sich gleich wie ein Stück Heimat angefühlt! Gefreut hatte mich die Aussage, dass in Hannover das schönste und klarste deutsch gesprochen wird - nette bauchpinselei;).
Den Tag ließ ich heute dann entspannt ausklingen, da mich die Woche schon etwas geschafft hatte. Wenn ich Doppelschicht hatte, bin ich laut meinem Handy Ca 18km gelaufen.. Not bad!
Morgen habe ich frei, da wollte ich die Operation Fahrrad mal in den Angriff nehmen. Würde gerne etwas mobiler werden.

Meine Highlights in dieser Woche war erstmal Freitag, wo wir eine Veranstaltung in der Sportsbargeplant hatten, die aber buchstäblich ins Wasser fiel. Denn die Bar ist mehr eine freiluft Bar wo mehr ein Sonnendach oben dran ist und somit nicht 100% wasserdicht. Als schon alles an Tischen stand und die Küche kurz davor war das Buffet aufzubauen, fing es eine Stunde vorher an zu Regnen. Innerhalb von einer Stunde 5:30pm begann die Veranstaltung und wir mussten einen komplett neuen Saal bestücken, alles von der Bar reinschaffen und das Buffet aufbauen. Man hat mehr aus Verzweiflung gelacht, trotzdem haben wir alles geschafft und es wurde ein guter Abend!
Und heute, wo wir auf dem Weg zur Arbeit waren hatte ich gesehen, dass ein Aldi gebaut wird! Vielleicht gibt es dann vernünftigeres Essen wie beispielsweise Brot?

Ich freue mich über Anregungen, Nachrichten, Kommentare, Wünsche, Tipps und natürlich POSTKARTEN!;) die kommen alle an meinen Kühlschrank und wer weiß, vielleicht wird der ja innerhalb eines Jahres voll!

Liebste Grüße, fühlt euch geherzt, eure Jenn!

Nachtrag: ruhiger Abend? Pustekuchen! Bin spontan feiern gegangen als mir 11pm geschrieben worden ist. Ich lag schon im Pyjama im Bett, hatte gerade per Onlineshopping ein Fahrrad gekauft (meine Schwester findet es hässlich) und war dabei das Licht auszumachen! Aber ich dachte mir, wieso nicht, hab ja am nächsten Tag frei. Hatte dann auch die Chance meinen neuen Lippenstift zu benutzen (dunkellila). War um 3am wieder zuhause, es war ein witziger Abend, viele Leute getroffen, hat Spaß gemacht:)

Sonntag, 8. November 2015

01/12.

Der erste Monat ist um. Die Zeit verging wie im Flug. 

Oft werde ich gefragt: Wie ist es? Macht es denn Spaß? Hat sich der ganze Aufwand gelohnt? Wie läuft das WG Leben? Haste denn Heimweh?

Also. Wie ist es denn? Es ist gut. Es macht Spaß! Aber es ist auch verdammt anstrengend um  es auf die Arbeit zu beziehen.. Nicht die Arbeit an sich, aber dieses "von einer Sprache in die andere transferieren". Oder auch einfach die neue Mentalität und Arbeitsmethode. Oder auch, einfach der Aufprall der ganzen verschiedenen Kulturen. Jeder meint es zum Teil besser zu wissen oder hat manche Sachen ganz anders beigebracht bekommen und nun ist man noch dabei, die einzelnen Stärken zu etwas gutes zu verbinden. Auch ich musste schon einiges mal zurückstecken und wer mich kennt weiß, dass ich das gar nicht mag;). Uns wurde während der Orientation beigebracht "Listen more than speaking". Denn woher sollen wir denn wissen was von uns gewollt wird, wenn wir nur halb zuhören und schon machen, bevor die Person überhaupt ausgesprochen hat weil man meint zu wissen was gewollt wird ( eine meiner Schwächen!).
Spaß macht aber auch die Arbeit, auch wenn es viel buckelei ist, ist die Atmosphäre viel familiärer weil man die Leute wirklich jeden Tag sieht. 
Meine Managerin meinte zu uns, wir sind eine große Familie und kümmern uns umeinander. Wir sind ohne Verwandte da und wir sehen uns alle Ca. 10 Stunden am Tag. Während der Arbeit sind wir die besten Freunde und wenn wir uns abmelden, ist es ihr egal. Aber alles dazwischen soll Harmonie herrschen! Und familiärer mit den Gästen. Man sieht sie zum Teil jeden Tag, kennt ihre Vorlieben und tauscht sich aus.

Hat sich der Aufwand gelohnt? Definitiv! Schon alleine wegen dem Wetter (haha). Nein, 
aber hier wird einem eine ganz neue Art von arbeiten geboten als "non-Profit" Unternehmen, wo man wirklich nur auf die Wünsche der Mitglieder achtet. Außerdem würde ich mich immer fragen "hätte, hätte, hätte.." . Desweiteren habe ich schon super Leute kennen gelernt, die verteilt vom der ganzen Welt kommen.

Die WG läuft ganz gut! Natürlich gibt's manchmal Sachen, die einen stören, aber das bespricht man dann und dann ist auch alles gut! Wir haben auch einen wunderbaren Putzplan der funktioniert und somit kann sich keiner beschweren:). Ganz witzig ist es auch immer, wenn meine Zimmergenossin Patti mir immer erzählt, was ich im Schlaf so erzähle. Auch schon viel in Englisch angeblich;)

Und nun wahrscheinlich die interessanteste Frage: habe ich Heimweh? Teils, teils. Hätte auf jeden Fall gedacht, dass ich abgebrühter wäre was die Entfernung angeht. Aber mir ist schon die letzten Tage vor Abflug aufgefallen, dass es nicht so einfach wird. Es war eine andere Art von Abschied nehmen weil meine Pläne für danach ja noch ziemlich ungewiss sind.
Auf jeden Fall gibt es viele Menschen die ich sehr vermisse, wo man sich manchmal wünscht , einfach mal kurz rüber zu gehen (wie sonst auch immer). 
Meine Familie und meinen Hund vermisse ich auch sehr. Als ich vor kurzem ein Paket von zuhause bekommen hatte, wurde ich auch etwas sentimental, da meine Mama einen kleinen Brief geschrieben hatte (Danke dafür- nicht😄).
Der Zeitunterschied von 6 Stunden macht es auch nicht gerade einfach. Aber wir geben uns alle Mühe:). 
Was ich aber auch sehr vermisse, ist das Essen zum Teil! Brot gibt's hier nicht (bin vom Toast schon auf Bagels umgestiegen).  Und ein Glas Nutella kostet hier fast $8!!! Gut, dass ich eine Nussallergie habe;))

Allen im allem habe ich schon eine sehr gute Zeit hier. Habe wie schon gesagt nette Leute um mich und bin bestens versorgt, auch wenn die Freunde von daheim keiner ersetzen kann und soll. 
Und es ist verrückt, dass in 1,5 Monaten Weihnachten bzw. Silvester sein soll! Für mich ist es ja immer noch Juli...


So, meine Lieben. Bis nächste Woche (versprochen!). Denkt an meine Postkarten und wem jemand Fragen/ Anregungen hat, lasst es mich wissen!

Ciaoooo, eure Jenn!


Ja, ja.. Ich weiß - Schande über mein Haupt!

Es tut mir wirklich leid, dass der letzte Post schon so lange her ist und eigentlich war das auch als wöchentliche Sache geplant.. Aber nun ja, ich weiß. Ich gelobe Besserung nach dem ich von vielen schon Mecker bekommen habe!

Weil einiges passiert ist in letzter Zeit, unterteile ich das mal alles in zwei Posts. 

Also, was ist alles so geschehen? Unsere "Orientation" Phase ist nun vorbei und wir werden auf die Mitglieder losgelassen. Im Durchschnitt kann man sagen, dass die Herrschaft ein Durchschnittsalter von mindestens 70 haben. Die meisten sind herzallerliebst und sehr interessiert, einige auch sehr anstrengend und schnell gereizt. Ich werde hier keine Namen nennen, aber eine Dame erwartet bevor sie sich setzt, ihren Smirnoff Tonic, mit einer Limettenscheibe in einem Rotweinglas. Sie bevorzugt die Tischnummer 24, da sie an dem Tisch eine wunderbare Übersicht über das ganze Geschehen hat. Nach dem Hauptgang muss sofort hier koffeinfreier Kaffee mit half & half (so etwas wie Sahne) und mindestens drei Biscottis kommen, auch wenn sie nur einen halben isst. Wenn man diese Wünsche nicht erfüllt oder ihr sonst ein Furz quer sitzt (Pardon!), kann es von "My Sweetheart" zu was ganz anderes kommen - in kürzester Zeit. Muss gestehen, dass ich mit beidem schon meine Erfahrung gemacht
Aber sonst sind die Members wie gesagt sehr interessiert an der eigenen Geschichte. Wir stellen uns unseren Tischen, die wir haben immer vor und da fragen sie zu 90% immer nach, woher man kommt. Wenn ich dann sage, dass ich auch Deutschland komme, kommt zu 85% die Aussage: "aus Deutschland? Du hörst dich aber gar nicht deutsch an! Wo ist der deutsche Akzent?" und bei diesem Zeitpunkt kommt dann immer meine Familiengeschichte (Mutter aus Swaziland, Vater ist deutsch). Dann sind die immer sehr entzückt bis ich zu dem 
Punkt komme, dass ich mit den Leuten aus Bayern nicht so viel gemein habe (die meisten denken wirklich Deutschland besteht aus Weißwurst, Bier und Brezeln). Trotzdem: herzallerliebst! Meine Kollegen machen sich übrigens auch über meinen Akzent und finden den entweder "loveley" und "sweet" wie meine Gäste oder "weird" auch, wenn keiner sagen kann, was ich für einen habe;).
Am 01. November kam der zweite Schub an neuen Trainees an und wir sind nicht mehr die ganz Neuen! Einen Teil habe ich jetzt schon gesehen (sind 21) und die haben mich stark an mich in meinen ersten Tagen erinnert. Sehr nervös und übertrieben freundlich beim "Hallo" sagen. Katastrophe;D. Da merkt man auch: Hilfe, ich bin schon über einen Monat hier und habe mich auch schon wirklich eingelebt (darum geht's in meinem zweiten Beitrag für heute). Man kennt sich in der Arbeit aus und kommt sich nicht mehr ganz so dumm vor. Obwohl ich zu meiner Schande gestehen muss, dass ich den Weinservice verkackt habe und ich bei manches doch nochmal eine Auffrischung brauche. Aber 
von meinen Tragetechniken sind sie begeistert - Danke an Herrn Scheuer und das HFL!
Letzten Samstag war Halloween! Ganz große Sache hier! Habe erstmal ganz amerikanisch meinen ersten Kürbis geschnitzt (leider trotz großer Klappe den Wettbewerb nicht gewonnen) und bin zum Moonfest gegangen. Die mit größte Halloweenparty im Bereich Palm Beach und wo war sie? Natürlich in Westpalm auf Clematis (der Partystraße, letzten Beitrag erwähnt). Sorry an alle U21 Leute, aber ich war noch nie so froh Ü21 zu sein! Die Party war einfach mega, viele verrückte Menschen mit Verkleidungen, viel Musik, viele Stände und seeeehr viele Getränke, die ich am Tag später fürchterlich bereuen sollte;D. Also wer die Möglichkeit hat, unbedingt hingehen. Auch wenn es schwierig ist, sich vor Ort zu treffen und den richtigen Eingang zu finden (es gab verschiedene für Abendkasse und vorher gekaufte Karten). 
Der Tag danach war dann weniger witzig. Ich musste um 11h arbeiten beim Brunch bis eigentlich 16h und dachte mir deswegen: ganz egal, während deiner Ausbildung warst du schon mutiger und hast schlimmeres ausgestanden. Als mein Wecker klingelte habe ich erstmal die Uhrzeit überprüft (wir hatten Zeitumstellung) und in dem Moment wo mir klar wurde, dass ich wirklich aufstehen musste, war ich den Tränen nahe. Ich habe mir vorsorglich schon mal eine Paracetamol und Vomex reingepfiffen, denn ich wusste, nach
dem meine Umdrehungen verklungen sind, werde ich leiden. Die Fahrt zur Arbeit habe ich meine 
Augen ausgeruht und alles mitgenommen an Zeit was ging und in der Arbeit musste ich mein geliebtes Kaugummi entsorgen und habe es durch regelmäßige Mundspülungen ausgetauscht. Dazu kam Cola light und viel Bewegung (Katermittel #1)!  Ich fieberte meinem Feierabend schon entgegen und wusste gar nicht, ob ich das erste Mal feste Nahrung, schlafen oder Wäsche waschen sollte. Während ich meine Pläne schmiedete, kam Lauren (mein Captain, sowas wie ein Oberkellner) zu mir - sie hat mich übrigens schon den ganzen Tag ausgelacht, da sie mich am Abend zuvor getroffen hatte und meinte, dass es einen Fehler im Dienstplan gab und ich eigentlich erst um 16h hätte anfangen müssen. So musste ich eine Doppelschicht machen und aus 5std wurden nette11,25 Stunden. Wohoohooo. Aber danach war ich munter hahahaha.
Die Woche über habe ich mit ganz viel mit arbeiten verbracht (51,25 std) und bin abends immer ausgenockt ins Bett gefallen. 

Hier ein paar Bilder:


Sexy Pinguin Uniform - ja, abends immer so! Sogar mit Handschuhen;)



Juno Beach 




Juno Beach 


Gewinner der Herzen!


Ein Teil der Truppe ☺️

Sonntag, 18. Oktober 2015

Absolutely, it's my pleasure!

.. Das ist der Standardfloskel, die wir sagen, sobald sich die Mitglieder bei uns bedanken - schon so eine Art "running Gag";).


Die Woche über, hatten wir unsere letzte Orientierungswoche, wo wir nochmal das Thema Menükunde hatten, nochmal über Getränke gesprochen hatten und uns auf unser "Mock Dinner" vorbereitet hatten, welches am Freitag war!
Man merkt langsam, dass die Saison startet und wir wirklich darauf brennen - wenn auch mit einer Menge erfurcht und Nervosität - loszulegen. 
Was mir persönlich mit am schwersten fällt war die Menükunde. Denn ich muss wirklich wieder anfangen Vokabeln zu lernen.. Weil wenn die Gäste wissen wollen, was in den Speisen drin ist oder wie es zubereitet wird, sollte man die richtigen Vokabeln natürlich kennen und auch wissen wie die einzelnen Zutaten auf Englisch heißen. 
Am Freitag hatten wir dann das gefürchtete Mock Dinner wo wir hauseigenen Mitarbeitern servieren sollten. Die haben uns versucht das Leben etwas schwerer zu machen indem sie uns fragen gestellt haben über das Menü und anstrengend sein sollten, damit sie uns auf die Mitglieder vorbereiten. Aber ich kann sagen, dass ich super liebe Gäste hatte und wirklich Spaß hatte, trotz den hohen Anforderungen:). Das Outfit ist etwas gewöhmungsbedürftig (siehe Foto), denn man fühlt sich wie ein Pinguin;D. 
Am Samstag hatte meine liebe Mitbewohnerin Patti Geburtstag! Trotz der zweifelnden Wettervorhersage sind wir an den Strand gefahren und es war wirklich ein Traum! Das Wetter war atemberaubend und das Wasser super klar und erfrischend. Wir beide sind knackig braun, mit leichtem Sonnenbrand wieder zurück, um abends mit unseren mädels nach West Palm Beach gefahren zum Essen. Eigentlich wollten wir in die  Cheesecakefactory essen (Penny aus Big Bang Theory arbeitet da) hätten aber eine Stunde Wartezeit in Kauf nehmen müssen.. Viel zu viel für uns! Dann sind wir in eine Latino Bar gegangen mit Spanisch/Mexikanischer Küche. Sehr, sehr lecker! 

Was man zu dem Bier hier sagen kann: nicht empfehlenswert! Hier gibt es Bud light und das schmeckt wie Wasser mit viel Kohlensäure und leichten Malz Geschmack.. Jedenfalls habe ich vernünftiges Bier vergeblich gesucht - bis gestern! World of Beer heißt die Bar und hat alles was das Herz begehrt (Sogar Schöfferhöfer Grapefruit!). Da kann man auf jeden Fall mal hingehen wenn man  was vernünftiges trinken möchte.
Danach bin ich mit einer Freundin noch zurückgeblieben um die Nachtkultur von West Palm zu erkunden. Es gibt hier eine Straße die heißt "Clematis" wo sich Clubs und Bars aneinander reihen. Dort sind wir dann im Roxys gelandet, wo wir viele Arbeitskollegen getroffen hatten. Dort sind wir dann bis ca. 4am geblieben (Clubs schließen hier ja immer sehr früh) und bin dann um 5am Tod ins Bett gefallen. Wirklich ein lustiger Abend!
Heute habe ich außer putzen, nach Deutschland telefonieren, einkaufen in einem Gemüseladen (alles frisch, günstiger als bei Walmart und direkt gegenüber) und Wäsche waschen nicht viel gemacht. Ist aber auch mal ganz schön:)
Ab morgen geht es dann richtig in dem arbeiten in den jeweiligen Abteilungen los! Mal gucken wie das wird. Und da das Wetter die Woche über nicht so super werden wird, ist das arbeiten ja auch weniger tragisch;)

Bis nächste Woche Sonntag, ihr fleißigen Leser! Vielen Dank übrigens, mich hat schon einiges an positiven Feedback erreicht. So wie Postkarten und Nachfrage  über meine Adresse! Wie ihr wisst, freue ich mich über jede einzelne Karte die mich erreicht:-).

 World of Beer:-)

 Mit den Mädels on Tour

 Gemüseladen


 Gemüseladen


Sonntag, 11. Oktober 2015

"No is not in our vocabulary"

..das ist mit das Erste, was einem bei mir in der Arbeit eingebläut wird. Was die Gäste wollen bekommen sie auch, egal was!
Einerseits verständlich, da die Mitglieder des Clubs eine Menge für ihre Mitliedschaft zahlen (Jahresgebühr $200k aufwärts.. Und das ohne die Kosten für die Villa), anderseits natürlich sehr anstrengend für Menschen wie mich, die die Wünsche erfüllen dürfen.

Die Woche über haben wir alles Mögliche über den Betrieb gelernt, Führungen genossen, die Standards des Clubs vorgestellt bekommen und eine Meeeeeenge gegessen - deswegen wird ab morgen wieder mehr auf alles geachtet und Sport gemacht;D

Jeden Morgen haben wir auch immer neue Sitzplätze zugewiesen bekommen, damit wir uns alle weiter kennen lernen. Schwierig war es auch kein Deutsch zum Teil zu sprechen weil viele deutschsprachige mit mir das Trainee machen und es natürlich bequem ist. Aber die Regel ist: English only. Die meisten Trainees kommen aus Österreich, aber sonst sind wir sehr international. Indien, Südafrika, Schweiz, England, Mauritius, Spanien, Philippinen, Nigeria, Rumänien, Bulgarien, Brasilien, Ukraine, Simbabwe. Insgesamt sind wir aus diesem Jahr 46 und im November kommen nochmal 36 glaub ich. Wer weiß wo die alle herkommen.

Am Freitag war bei unserem Direktor eine Pizza Party, die er für uns bei sich zuhause geschmissen hat, wo wir nochmal uns alle in einem privaten Umfeld kennen lernen konnten und ich muss wirklich sagen, es herrscht eine ganz andere Atmosphäre, viel familiärer, wenn alle sich beim Vornamen nennen und sich duzen. Sehr viel entspannter!
Wo die Amis weniger entspannt sind, sind ihre Gesetze. Alkohol unter 21 ist tabu. In der Öffentlichkeit verboten und sogar im Auto muss darf die Flasche nicht angefangen sein. Am Dienstag hatten sich nämlich Officers vorgestellt, haben uns aber deutlich gemacht, dass wir sobald wir einmal im Gefängnis waren, direkt nach dem Gerichtstermin nach Hause geschickt werden und niemals wieder ein Fuß über die Grenze setzen dürfen. 

Deshalb konnten alle U21 Trainees leider nicht mitkommen nach der Pizza Party für die Aftershowparty in einem Club. Danke lieber Gott, dass ich älter bin, weil es war wirklich witzig! Zwar haben die Clubs hier nur bis ca 3am geöffnet, aber dafür startet auch alles immer früher. Und nächsten Monat gibt's noch eine Pizza Party für die neuen Trainees - Wuhuuuu (unser neues Lieblingswort hier).

Einige Menschen hier hab ich schon wirklich ins Herz geschlossen in der kurzen Zeit. Wir unternehmen schon einiges zusammen wie einen Mädelsabend mit Cocktails (alle über 21, Wuhuuuu;D), in die Mall oder an den Strand fahren und so weiter. Wenn das so weiter geht, wird das wirklich ein super Jahr! 

Noch bin ich etwas in Urlaubsstimmung, da ich noch nicht wirklich gearbeitet hatte, das wird aber bestimmt schnell vergehen.

Und tadaaa: hier sind einige Fotos:

Singer Island Beach 


Singer Island Beach 

 The gardens Mall 

 West Palm Beach 


 West Palm Beach 

 Unser Pool beim Apartment

Montag, 5. Oktober 2015

We work hard but we party harder!

... Wenn man sowas als erstes hört, geht das runter wie Öl!;)


Nachdem wir das nahhafte Frühstück beendet hatten (Mecces), ging es schon los zu Walmarts. Es war wirklich gut, dass wir uns den Tag davor nur auf Sachen für die Wohnung konzentriert hatten, weil so konnten wir uns diesmal nur aufs Essen stürzen. Und das ist so teuer. Ich sage nur ein Beutel Äpfel = 5$.
Danach blieben wir nur am Pool, was wirklich super an der Anlage ist! Am Abend sind wir Patti und ich mit einer Kollegin in die Stadt (Downtown) gefahren. Überall waren Bars, Restaurants und live Musik. Weil Wochenende war, war alles dementsprechend gut gefüllt und die Leute hatten eine gute Zeit und waren gut drauf. Wir sind dann in ein Restaurant wo auch Musik gespielt worden ist. Essen, Getränke (wir haben 2für1 Gutscheine bekommen;)) und Musik waren super, bis die zweite Band kam und wir schnell verschwunden sind;D die Sängerin hat an Bonnie Strange erinnert und hat dem Namen alle Ehre gemacht.
Nicht weit von Downtown entfernt hat man leider auch die Schattenseiten bemerkt. Viel Armut, Dreck, Polizei und Kinder auf den Straßen mitten in der Nacht.

Nachdem wir mit dem Taxi planlos zurück zur Wohnung gefahren sind (Googlemaps war unser Held) sind wir auch nur ins Bett gefallen.

Sonntag war eigentlich der Plan an den Strand zu fahren, jedoch hat uns das Wetter leider einen Strich durch die Rechnung gemacht. Zurzeit wütet ein Hurricane auf den Bahamas und zieht gen Norden und leider merken wir davon auch leicht was inform von spontanem Regen und Sturm. Zufällig haben wir aber einen lieben Nachbarn von uns kennen gelernt der im naheliegenden Krankenhaus arbeitet. Dieser hat uns erstmal die Öffis erklärt und einen Busplan geschenkt (unsere neue Bibel), denn Taxi fahren ist auf Dauer sehr teuer, auch wenn man es sich teilt.

Heute war unser erster "Arbeitstag". Wir waren sehr aufgeregt und wollten einen guten Eindruck machen. Unsere Supervisor waren super gelaunt, es gab viel, gutes Essen und eine Menge Musik und viel Spaß. Eine Regel dort ist zum Beispiel: wer zu spät nach der Pause wieder da ist, muss vor der ganzen Gruppe tanzen oder singen. Da gab es gleich eine Einlage zu indischer Musik und eine Performance als Frank Sinatra!
In unserer Mittagspause hatten wir sogar unsere eigene Masseuse(!!!!), das nennt man arbeiten auf höchsten Niveau!
Natürlich wissen wir alle, dass die Zeiten nicht immer so rosig sein werden, aber für den Anfang nimmt man das natürlich gerne an;).
In der Einführung ging es viel um Regeln auf der Arbeit und in den Apartments (no student housing) und viel Papierkram in Sachen Bank und Social Security Number.

So geht es nun bis Freitag, Wochenende haben wir frei und da geht es definitiv mal in die Mall oder an den Strand. Denn der Bus kostet nur 2$ und wir wollen ja mal was erleben!

Ps: Fotos folgen wirklich noch, versprochen!

Freitag, 2. Oktober 2015

Gehört das Wasser mir oder dir?

Teil 2


... Natürlich haben meine Freunde sich nicht daran gehalten. Von zwei Freunden, mit denen ich meine  Ausbildung gemacht hatte, wusste ich, dass die kommen. Bloß haben sich meine liebsten Jungs sich nicht dran gehalten. Es flossen wieder einige Tränen und von meinen Eltern sich zu verabschieden war auch nicht leicht.

Im Flugzeug Richtung Frankfurt öffnete ich die Brieflektüre, die mir im Abschied noch gegeben worden ist und schon wieder flossen einige Tränen. 
In Frankfurt habe ich dann meine liebe Freundin Jil getroffen die dort am Flughafen arbeitet. Zuvor wurde ich jedoch ausgewählt einem Security spontan Check zu machen (juhu). Mit Jil bin ich auf ein Flughafen Auto aufgesprungen, wo wir dann mit zum Gate gefahren sind und wir uns dann in Kürze wieder up to Date brachten. Durch sie war ich dann die erste im Flugzeug und könnte ganz entspannt meinen Platz suchen. Im Flugzeug selbst durchforstete ich zuerst das Entertainment Programm (Lufthansa ist definitiv zu empfehlen). Die 10 Stunden über freundete ich mich nebenbei mit meinem Nachbarn an mit dem ich auch einige Male anstieß (alles rein zur Beruhigung;)) 
Irgendwie kamen wir eine Stunde zu früh an und nach der Pass Kontrolle konnte ich mich endlich frei bewegen - und es war so irre warm!!

Später wurden wir dann am Treffpunkt eingesammelt, wo uns ein leicht verwirrter Fahrer (musste erst seinen Van suchen), uns zu unseren Apartments brachte.
Dort trafen Patti und ich nun endlich unsere zwei anderen Mitbewohnerinnen. Dani und Sarah. Beide sind aus Österreich, so fällt die Kommunikation nicht schwer. Nach dem organisierten Essen sind wir auch ins Bett;)
Am nächsten Tag sind wir durch nette Hilfe zu Walmart gefahren und: oh mein Gott - wir hatten WLAN! Erstmal saßen wir eine Stunde um alle unsere Nachrichten zu checken, zu telefonieren via whats App und Sprachnachrichten zu machen. Danach irrten wir dort rum um Basics zu kaufen wie Putzmittel etc.  zwar geht es am nächsten Tag da auch nochmal hin, dann müssen wir uns damit nicht mehr beschäftigen. 

Nachdem wir mit dem Taxi zurück sind (definitiv 'not walking distance') und nach dem Essen habe ich versucht meine neue simkarte zu installieren. Leider nicht sehr einfach! Später kam noch jemand wegen dem WLAN vorbei, leider funktioniert es nicht so gut da unser Modem nicht möchte und wir uns zurzeit woanders durchschnorren.
Und um auf den Titel anzuspielen: wir verwechseln häufig unsere Getränke und so ist das die meist gestellte Frage hier 😄.
Eine Toilette ist schon defekt, sonst ist aber noch alles heil;) den Pool haben wir auch schon getestet, sehr zu empfehlen!

Morgen gehen wir frühstücken mit allen - ich bin gespannt!

Bilder folgen übrigens die Tage!

I'm in Miami, ihr bitches!

Teil I



Ich hoffe es geht euch allen gut, mir definitiv. Weil das jetzt alles ein bisschen länger dauert, unterteile ich diesen Post in zwei Teile.

Kurz vor Abflug war es sehr, sehr stressig, schön und auch sehr traurig. Man will allen gerecht werden und weil ich die Idee hatte, das letzte Wochenende nach Büsum (Nordsee) zu fahren, war die Zeit noch knapper.
In Büsum war ich mit meiner lieben Freundin Pauline:) zu zweit einen Roadtrip mit Wein, happy Hour Cocktails, langen Spaziergängen am Deich, witzigen Rentnern die ihr Skatgeld verhökern wollten, Oldtimer Autos, und und und.. Ein unvergessliches Wochenende - Danke, Paul❤️
Danach ging es drunter und drüber, viel Essen gegangen, mit der Familie und Freunden einige schöne Stunden verbracht, gelacht und leider auch geweint. Denn so locker und flockig ist es nun doch nicht Abschied zu nehmen. Vor allem von meinen fünf liebsten Girls. Denn eigentlich realisiert man es nicht wirklich das man geht und das macht alles so surreal. Auf jeden Fall endete nach einem Essen alles in Tränen und Gruppenkuscheln. Ich liebe euch.
Und weil ich natürlich ich bin, hab ich natürlich erst um 22h an meinen Koffer an zu packen (ja, ja, ich weiß..) und hatte eigentlich den ursprünglichen Plan nur maximal 12 Kilo mitzunehmen (genaaaaaau - ich sage nur 2 Kilo Übergewicht 😇) . Mit Mutti hab ich dann lange meinen Koffer gepackt. Bin dann auch um 2h erst ins Bett gegangen, um um 5h wieder aufzustehen. Morgens ging ja direkt der Flug, wo ich ja keine Menschenseele sehen wollte...

Sonntag, 20. September 2015

Karma is a bitch - ganz eindeutig!

Da meinte es der liebe Gott wohl doch nicht so gut mir. Ich habe es geschafft schon wieder mein Handy zu verlieren. Innerhalb von einer Woche. Das zu schaffen ist sowieso eine Kunst für sich und nun muss ich hoffen, dass die Versicherung innerhalb von 10 Tagen reagiert.

Sonst hatte ich schöne letzte Tage! Den Freitag mit meiner Lieblingskollega in Hamburg verbracht bei schönem Wetter und einem spontanen Laptopkauf und Abends feinste Eskalation auf der Hamburger Reeperbahn.
Am Samstag hatte meine Mama Geburtstag und ich bin mit ihr zum Feuerwerk in die Herrenhäuser Gärten gegangen wo wir bei Moët und Wein das Spektakel uns angeschaut hatten (obwohl es lange gedauert hatte bis wir uns aufraffen konnte). Dieser Abend war eine Art Abschied für uns beide. Nur wir beide, tolle Gespräche in einer tollen Umgebung. Danke Mama:)

Nur noch 2x arbeiten. Die Zeit fliegt!

Freitag, 18. September 2015

Glück im Unglück...

... oder nennen wir es einfach Schicksal!


Wie schon erzählt, war ich in der letzten Zeit sehr viel unterwegs. Letztes Wochenende war ein ziemlicher Marathon: nach einer familiären Verpflichtung zu dem Handballspiel von meiner Schwester (SVG Celle), um danach direkt auf eine Einweihungsfeier zu fahren. Um 5:40h morgens ist dann mein Bus nach Kiel gefahren um Stella zu besuchen bis Sonntag. Abends hatte Gloria dann noch ihren Geburtstag nachgefeiert wo es ein leckerschmecker Abendessen gab (mit einer Portion Schwiegertochter gesucht - meine heimliche Schwäche)!
Zwar war es sehr durchgetacktet und dadurch ziemlich anstrengend, jedoch hätte ich im Nachhinein nichts anders gemacht, da man so die Möglichkeit hat sich von vielen zu verabschieden wo man es sonst nicht mehr geschafft hätte.
In Kiel waren wir übrigens in einem Burger Laden der sehr (!!) zu empfehlen ist: John's Burger. Also wenn ihr zufällig da seid, hin da! Am besten auch direkt nach Ladeneröffnung, weil sonst besteht die Gefahr, dass es keinen Platz mehr gibt.

Und wieso Glück im Unglück? Ich habe es geschafft auf dem Weg von der Party zum ZOB um den Bus nach Kiel zu bekommen, mein Handy zu verlieren. Wie sich hier jeder denken kann, war ich nicht sehr begeistert und habe in der Bahn mein Handy auch nicht mehr finden können. Kurzerhand bin ich dann in ein Taxi gesprungen um den Bus noch zu erwischen, hatte meinen Sitznachbarn bestochen, dass ich von seinem Handy aus meine Mutter anzurufen um davon zu erzählen. Sie hatte dann bei der Üstra angerufen und es wurde - wie das 'Schicksal es so will' - tatsächlich ein Handy abgegeben, welches auf meine Beschreibung passt! Abholen konnte ich es mir dann am Montag:-).

Hier nochmal einen Dank an den unbekannten Finder der seine Daten leider nicht da gelassen hatte!!! Zwar habe ich eine Versicherung, trotzdem wäre es sehr schade um die ganzen Nummern und alles gewesen.

Jetzt gerade bin ich im Bus auf dem Weg nach Hamburg um meine liebe Freundin Kristin zu besuchen und abends gehe ich mit Mandy und Rita (beide aus Hannover) die Clubs in Hamburg stürmen. Morgens geht es dann direkt wieder zurück nach Hannover um dann den Geburtstag mit Mutti zu verbringen. Geplant ist es, aufs Feuerwerk zu gehen in den Herrenhäuser Gärten. Von meinem lieben Kollegen Sascha habe ich ein Paket von Moët geschenkt bekommen mit zwei Piccolo Flaschen und einer Picknickdecke (Danke!!). Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen:-).

In 13 Tagen sitze ich im Flieger, bis Dienstag muss ich noch arbeiten, die Tage bis zum Abflug sind sehr durchgeplant und ich kann sagen: ich bin langsam sehr aufgeregt!

Dienstag, 8. September 2015

Weitere Abschiede...

... Behörden- und Ärztegänge



Ich kann wirklich sagen, man hört die Uhr förmlich ticken. So viel Organisatorisches ist zum Teil noch zu tun, Freunde möchte man nochmal sehen, Ärzte muss man noch weiter abklappern, Kleidung will noch aussortiert werden (ich sage nur: 10 Kg Gepäck;D) und, und, und.. 
Gut, dass ich nur noch bis zum 22. September arbeiten muss und dann bleiben mir noch neun Tage um den ganzen Rest zu tun.

Samstag hatten wir Familienfeier bei meinem Bruder (da es Weihnachten nicht immer gewährleistet ist, dass mein Teil der Familie nicht arbeiten muss, machen wir jedes Jahr eine Art 'Sommerfest'). 
Ein Glück, dass er und meine Schwägerin einen Wintergarten besitzen. So konnten wir bei Regen ganz entspannt sitzen bleiben und bei Sonne die Strahlen genießen:-). Es war ein gelungener Tag mit der ganzen Familie und so hatte ich nochmal die Gelegenheit mich von allen zu verabschieden. Zwar sehen wir uns alle gesammelt nicht so oft, trotzdem ist es merkwürdig für eine so lange Zeit tschüss zu sagen.

Gestern war ich bei  Zahnarzt und habe meine neue Knirscheschiene bekommen.
Habe mich natürlich sehr darüber gefreut - nicht. Als ich meiner 

Mitbewohnerin, mit der ich in Palm Beach Gardens zusammen wohnen werde von der Schiene erzählt hatte, meinte sie nur, dass sie mich dann auf jeden Fall nachts heimlich fotografieren werden würde. Wenn du das liest, Patti: Wehe!!! :D

Außerdem war ich bei der Krankenkasse um denen mitzuteilen das ich ab Oktober weg bin, beim Bürgerbüro um zu erfahren ob ich mich abmelden muss, beim Hausarzt um meine Ergebnisse vom Bluttest zu erfahren (nichts wildes bei raus gekommen). 
Gefühlt habe ich jetzt jeden Tag solche Termine, denn man will ja bestens vorbereitet sein.

Momentan bin ich dabei mich zu entscheiden bei wem ich meine zusätzliche Auslandskrankenversicherung abschließen werde.. Kann hier zufällig jemand eine empfehlen? 
Desweiteren mache ich mir etwas Sorgen. Zurzeit ist Hurrikan Saison in Florida. Ich habe ja so etwas noch nie erlebt und das kann ja sehr gefährlich werden, da daraus Tsunamis oder ähnliches entstehen können. 

Ganz schlimm ist auch, dass die Lufthansa mal wieder am streiken ist (fliege mit dieser Airline). Meinetwegen können sie bis zum 30. September streiken, aber falls ich meinen Flieger am 01. Oktober nicht bekomme, ist der ganze Zeitplan im A****. Denn damit ist auch mein Transfer, die Planung für die nächsten Tage und alles weitere mit verbunden.. 


Hoffen wir bei allem einfach das Beste :-).

Freitag, 4. September 2015

It was time to say goodbye.. zumindest offiziell!

Am letzten Samstag (29.08.2015) habe ich meinen Abschied gefeiert.

Vor diesem Ereignis hatte ich schon etwas bammel, da meine Reise nun viel realistischer wurde. Denn nun, wo ich mein Visum hatte, der Flug gebucht war, ist das die letzte Hürde vor dem Abflug gewesen.
Geplant war ein entspannter Grillabend zuhause mit Freunden. Im Nachhinein kann ich sagen, dass es ein super Abend war!

Durch meinen Nachtdienst hatte ich am Tag der Party leider nicht so viel Schlaf gehabt. Aber wie heißt es so schön? Arschb***** zusammenkneifen und ab gehts! Vormittags wurde aufgebaut, 2 Stunden geschlafen, um dann mit tatkräftiger Unterstützung von meiner Freundin Johanna den Rest aufzubauen. 
Besonders gefreut hat es mich, dass meine beste Freundin Stella aus Kiel mit ihrem Freund angereist kam um dabei zu sein!
Ab 18:30 Uhr ging es dann los und die Leute kamen nach und nach. Da ich so viele verschieden Grüppchen eingeladen hatte, hatte ich Angst, dass die alle nicht miteinander warm werden würden und so gab es als Begrüßung erstmal einen Kurzen in Form von Lakritz- oder Ingwerschnapps oder Mexikaner (natürlich alles selbst gemacht;-)).
Ich habe viele tolle Geschenke bekommen! Besonders gefreut haben mich die Sachen, die ich von den Jungs (meiner Mädchengang) gekriegt hatte: ein superduper tolles Fotoalbum mit Erinnerungen aus der 6. Klasse bis heute - samt to-do Liste, zwei Freundebücher, die während der Feier ausgefüllt worden sind und ein 'Miami' T-Shirt, wo alle drauf unterschrieben hatten.
Mein persönliches Highlight war definitiv das Massenflunkyballspiel, welches in der Nebenstraße bei uns ausgefochten wurde. Riesen Dank geht hier an meine tolerante Nachbarschaft!!!
Im Bett war ich so gegen halb acht morgens..O:-) Und als ich aufgewacht war, hatte meine liebste Schwester schon alle Überreste der Party entsorgt und außer Tische zusamenklappen musste nichts mehr gemacht werden (und da war eine Menge Dreck!). Dafür gibt es noch Sushi auf meine Kosten, denn sowas ist nicht selbstverständlich!

Ein negativer Aspekt war meine eigene Schusseligkeit. Ich habe alles draußen gelassen. Ebenfalls meine Spiegelreflexkamera, Laptop und Musikanlage. Und wie es das Schicksal so will, hat es natürlich geregnet. Bei meinem Glück hat aber alles überlebt und ist heile geblieben! Da meinte es wohl jemand sehr gut mit mir.. 

Nachts musste ich dann wieder arbeiten, was nicht sooooo angenehm war (da kann man sich bestimmt denken wieso;D ). Aber ich habe es überlebt.

So ein Event hat mir wieder gezeigt wie glücklich ich mich schätzen kann solche Freunde zu haben, so wie eine tolle Familie, die einen bedingungslos unterstützt. Ich bin für jeden einzelnen Dankbar! Außerdem merkt man zum Teil wie viele Jahre schon wieder ins Land gegangen sind, wie lange man sich schon kennt und vor allem: was man schon alles miteinander erlebt hat!

Danke, dass es euch gibt!


Die Zeit rennt..

Es ist bald soweit! 

Mein Name ist Jenn, ich bin 22 Jahre alt, gelernte Hotelkauffrau und Barmixerin.

In genau 26 Tagen verlasse ich das Land und die gewohnte Umgebung um in den USA ein neues Leben zu beginnen (wenn auch nur zeitweise;))

Am 01. Oktober heißt es 'Tschüss Hannover, hallöchen Palm Beach Gardens'. Für ein Jahr werde ich dort ein Food & Beverage Trainee absolvieren.

Genau jetzt sitze ich bei mir Hotel im Nachtdienst und überlege, wie ich diesen Blog anfangen soll. Geplant ist eine Art Tagebuch wo ich Freunde, Familie und alle Interessierten mehr oder minder auf dem Laufenden halte, da es ja oft schwierig ist, mit jedem einzelnen regelmäßigen Kontakt zu halten.

Meine letzten Wochen bin ich nun vor allem damit beschäftigt, die letzten Behörden- und Ärztegänge zu absolvieren, von Freunden zu verabschieden und zu überlegen, was ich alles mitnehmen muss. Irgendwelche 'must have' Ideen? 

Auf jeden Fall habe ich mir eine Gepäckgrenze von 10Kg gesetzt, da ich mich kenne und viel shoppen gehen werde. Mal gucken, ob mir das gelingt O:-).