Sonntag, 18. Oktober 2015

Absolutely, it's my pleasure!

.. Das ist der Standardfloskel, die wir sagen, sobald sich die Mitglieder bei uns bedanken - schon so eine Art "running Gag";).


Die Woche über, hatten wir unsere letzte Orientierungswoche, wo wir nochmal das Thema Menükunde hatten, nochmal über Getränke gesprochen hatten und uns auf unser "Mock Dinner" vorbereitet hatten, welches am Freitag war!
Man merkt langsam, dass die Saison startet und wir wirklich darauf brennen - wenn auch mit einer Menge erfurcht und Nervosität - loszulegen. 
Was mir persönlich mit am schwersten fällt war die Menükunde. Denn ich muss wirklich wieder anfangen Vokabeln zu lernen.. Weil wenn die Gäste wissen wollen, was in den Speisen drin ist oder wie es zubereitet wird, sollte man die richtigen Vokabeln natürlich kennen und auch wissen wie die einzelnen Zutaten auf Englisch heißen. 
Am Freitag hatten wir dann das gefürchtete Mock Dinner wo wir hauseigenen Mitarbeitern servieren sollten. Die haben uns versucht das Leben etwas schwerer zu machen indem sie uns fragen gestellt haben über das Menü und anstrengend sein sollten, damit sie uns auf die Mitglieder vorbereiten. Aber ich kann sagen, dass ich super liebe Gäste hatte und wirklich Spaß hatte, trotz den hohen Anforderungen:). Das Outfit ist etwas gewöhmungsbedürftig (siehe Foto), denn man fühlt sich wie ein Pinguin;D. 
Am Samstag hatte meine liebe Mitbewohnerin Patti Geburtstag! Trotz der zweifelnden Wettervorhersage sind wir an den Strand gefahren und es war wirklich ein Traum! Das Wetter war atemberaubend und das Wasser super klar und erfrischend. Wir beide sind knackig braun, mit leichtem Sonnenbrand wieder zurück, um abends mit unseren mädels nach West Palm Beach gefahren zum Essen. Eigentlich wollten wir in die  Cheesecakefactory essen (Penny aus Big Bang Theory arbeitet da) hätten aber eine Stunde Wartezeit in Kauf nehmen müssen.. Viel zu viel für uns! Dann sind wir in eine Latino Bar gegangen mit Spanisch/Mexikanischer Küche. Sehr, sehr lecker! 

Was man zu dem Bier hier sagen kann: nicht empfehlenswert! Hier gibt es Bud light und das schmeckt wie Wasser mit viel Kohlensäure und leichten Malz Geschmack.. Jedenfalls habe ich vernünftiges Bier vergeblich gesucht - bis gestern! World of Beer heißt die Bar und hat alles was das Herz begehrt (Sogar Schöfferhöfer Grapefruit!). Da kann man auf jeden Fall mal hingehen wenn man  was vernünftiges trinken möchte.
Danach bin ich mit einer Freundin noch zurückgeblieben um die Nachtkultur von West Palm zu erkunden. Es gibt hier eine Straße die heißt "Clematis" wo sich Clubs und Bars aneinander reihen. Dort sind wir dann im Roxys gelandet, wo wir viele Arbeitskollegen getroffen hatten. Dort sind wir dann bis ca. 4am geblieben (Clubs schließen hier ja immer sehr früh) und bin dann um 5am Tod ins Bett gefallen. Wirklich ein lustiger Abend!
Heute habe ich außer putzen, nach Deutschland telefonieren, einkaufen in einem Gemüseladen (alles frisch, günstiger als bei Walmart und direkt gegenüber) und Wäsche waschen nicht viel gemacht. Ist aber auch mal ganz schön:)
Ab morgen geht es dann richtig in dem arbeiten in den jeweiligen Abteilungen los! Mal gucken wie das wird. Und da das Wetter die Woche über nicht so super werden wird, ist das arbeiten ja auch weniger tragisch;)

Bis nächste Woche Sonntag, ihr fleißigen Leser! Vielen Dank übrigens, mich hat schon einiges an positiven Feedback erreicht. So wie Postkarten und Nachfrage  über meine Adresse! Wie ihr wisst, freue ich mich über jede einzelne Karte die mich erreicht:-).

 World of Beer:-)

 Mit den Mädels on Tour

 Gemüseladen


 Gemüseladen


Sonntag, 11. Oktober 2015

"No is not in our vocabulary"

..das ist mit das Erste, was einem bei mir in der Arbeit eingebläut wird. Was die Gäste wollen bekommen sie auch, egal was!
Einerseits verständlich, da die Mitglieder des Clubs eine Menge für ihre Mitliedschaft zahlen (Jahresgebühr $200k aufwärts.. Und das ohne die Kosten für die Villa), anderseits natürlich sehr anstrengend für Menschen wie mich, die die Wünsche erfüllen dürfen.

Die Woche über haben wir alles Mögliche über den Betrieb gelernt, Führungen genossen, die Standards des Clubs vorgestellt bekommen und eine Meeeeeenge gegessen - deswegen wird ab morgen wieder mehr auf alles geachtet und Sport gemacht;D

Jeden Morgen haben wir auch immer neue Sitzplätze zugewiesen bekommen, damit wir uns alle weiter kennen lernen. Schwierig war es auch kein Deutsch zum Teil zu sprechen weil viele deutschsprachige mit mir das Trainee machen und es natürlich bequem ist. Aber die Regel ist: English only. Die meisten Trainees kommen aus Österreich, aber sonst sind wir sehr international. Indien, Südafrika, Schweiz, England, Mauritius, Spanien, Philippinen, Nigeria, Rumänien, Bulgarien, Brasilien, Ukraine, Simbabwe. Insgesamt sind wir aus diesem Jahr 46 und im November kommen nochmal 36 glaub ich. Wer weiß wo die alle herkommen.

Am Freitag war bei unserem Direktor eine Pizza Party, die er für uns bei sich zuhause geschmissen hat, wo wir nochmal uns alle in einem privaten Umfeld kennen lernen konnten und ich muss wirklich sagen, es herrscht eine ganz andere Atmosphäre, viel familiärer, wenn alle sich beim Vornamen nennen und sich duzen. Sehr viel entspannter!
Wo die Amis weniger entspannt sind, sind ihre Gesetze. Alkohol unter 21 ist tabu. In der Öffentlichkeit verboten und sogar im Auto muss darf die Flasche nicht angefangen sein. Am Dienstag hatten sich nämlich Officers vorgestellt, haben uns aber deutlich gemacht, dass wir sobald wir einmal im Gefängnis waren, direkt nach dem Gerichtstermin nach Hause geschickt werden und niemals wieder ein Fuß über die Grenze setzen dürfen. 

Deshalb konnten alle U21 Trainees leider nicht mitkommen nach der Pizza Party für die Aftershowparty in einem Club. Danke lieber Gott, dass ich älter bin, weil es war wirklich witzig! Zwar haben die Clubs hier nur bis ca 3am geöffnet, aber dafür startet auch alles immer früher. Und nächsten Monat gibt's noch eine Pizza Party für die neuen Trainees - Wuhuuuu (unser neues Lieblingswort hier).

Einige Menschen hier hab ich schon wirklich ins Herz geschlossen in der kurzen Zeit. Wir unternehmen schon einiges zusammen wie einen Mädelsabend mit Cocktails (alle über 21, Wuhuuuu;D), in die Mall oder an den Strand fahren und so weiter. Wenn das so weiter geht, wird das wirklich ein super Jahr! 

Noch bin ich etwas in Urlaubsstimmung, da ich noch nicht wirklich gearbeitet hatte, das wird aber bestimmt schnell vergehen.

Und tadaaa: hier sind einige Fotos:

Singer Island Beach 


Singer Island Beach 

 The gardens Mall 

 West Palm Beach 


 West Palm Beach 

 Unser Pool beim Apartment

Montag, 5. Oktober 2015

We work hard but we party harder!

... Wenn man sowas als erstes hört, geht das runter wie Öl!;)


Nachdem wir das nahhafte Frühstück beendet hatten (Mecces), ging es schon los zu Walmarts. Es war wirklich gut, dass wir uns den Tag davor nur auf Sachen für die Wohnung konzentriert hatten, weil so konnten wir uns diesmal nur aufs Essen stürzen. Und das ist so teuer. Ich sage nur ein Beutel Äpfel = 5$.
Danach blieben wir nur am Pool, was wirklich super an der Anlage ist! Am Abend sind wir Patti und ich mit einer Kollegin in die Stadt (Downtown) gefahren. Überall waren Bars, Restaurants und live Musik. Weil Wochenende war, war alles dementsprechend gut gefüllt und die Leute hatten eine gute Zeit und waren gut drauf. Wir sind dann in ein Restaurant wo auch Musik gespielt worden ist. Essen, Getränke (wir haben 2für1 Gutscheine bekommen;)) und Musik waren super, bis die zweite Band kam und wir schnell verschwunden sind;D die Sängerin hat an Bonnie Strange erinnert und hat dem Namen alle Ehre gemacht.
Nicht weit von Downtown entfernt hat man leider auch die Schattenseiten bemerkt. Viel Armut, Dreck, Polizei und Kinder auf den Straßen mitten in der Nacht.

Nachdem wir mit dem Taxi planlos zurück zur Wohnung gefahren sind (Googlemaps war unser Held) sind wir auch nur ins Bett gefallen.

Sonntag war eigentlich der Plan an den Strand zu fahren, jedoch hat uns das Wetter leider einen Strich durch die Rechnung gemacht. Zurzeit wütet ein Hurricane auf den Bahamas und zieht gen Norden und leider merken wir davon auch leicht was inform von spontanem Regen und Sturm. Zufällig haben wir aber einen lieben Nachbarn von uns kennen gelernt der im naheliegenden Krankenhaus arbeitet. Dieser hat uns erstmal die Öffis erklärt und einen Busplan geschenkt (unsere neue Bibel), denn Taxi fahren ist auf Dauer sehr teuer, auch wenn man es sich teilt.

Heute war unser erster "Arbeitstag". Wir waren sehr aufgeregt und wollten einen guten Eindruck machen. Unsere Supervisor waren super gelaunt, es gab viel, gutes Essen und eine Menge Musik und viel Spaß. Eine Regel dort ist zum Beispiel: wer zu spät nach der Pause wieder da ist, muss vor der ganzen Gruppe tanzen oder singen. Da gab es gleich eine Einlage zu indischer Musik und eine Performance als Frank Sinatra!
In unserer Mittagspause hatten wir sogar unsere eigene Masseuse(!!!!), das nennt man arbeiten auf höchsten Niveau!
Natürlich wissen wir alle, dass die Zeiten nicht immer so rosig sein werden, aber für den Anfang nimmt man das natürlich gerne an;).
In der Einführung ging es viel um Regeln auf der Arbeit und in den Apartments (no student housing) und viel Papierkram in Sachen Bank und Social Security Number.

So geht es nun bis Freitag, Wochenende haben wir frei und da geht es definitiv mal in die Mall oder an den Strand. Denn der Bus kostet nur 2$ und wir wollen ja mal was erleben!

Ps: Fotos folgen wirklich noch, versprochen!

Freitag, 2. Oktober 2015

Gehört das Wasser mir oder dir?

Teil 2


... Natürlich haben meine Freunde sich nicht daran gehalten. Von zwei Freunden, mit denen ich meine  Ausbildung gemacht hatte, wusste ich, dass die kommen. Bloß haben sich meine liebsten Jungs sich nicht dran gehalten. Es flossen wieder einige Tränen und von meinen Eltern sich zu verabschieden war auch nicht leicht.

Im Flugzeug Richtung Frankfurt öffnete ich die Brieflektüre, die mir im Abschied noch gegeben worden ist und schon wieder flossen einige Tränen. 
In Frankfurt habe ich dann meine liebe Freundin Jil getroffen die dort am Flughafen arbeitet. Zuvor wurde ich jedoch ausgewählt einem Security spontan Check zu machen (juhu). Mit Jil bin ich auf ein Flughafen Auto aufgesprungen, wo wir dann mit zum Gate gefahren sind und wir uns dann in Kürze wieder up to Date brachten. Durch sie war ich dann die erste im Flugzeug und könnte ganz entspannt meinen Platz suchen. Im Flugzeug selbst durchforstete ich zuerst das Entertainment Programm (Lufthansa ist definitiv zu empfehlen). Die 10 Stunden über freundete ich mich nebenbei mit meinem Nachbarn an mit dem ich auch einige Male anstieß (alles rein zur Beruhigung;)) 
Irgendwie kamen wir eine Stunde zu früh an und nach der Pass Kontrolle konnte ich mich endlich frei bewegen - und es war so irre warm!!

Später wurden wir dann am Treffpunkt eingesammelt, wo uns ein leicht verwirrter Fahrer (musste erst seinen Van suchen), uns zu unseren Apartments brachte.
Dort trafen Patti und ich nun endlich unsere zwei anderen Mitbewohnerinnen. Dani und Sarah. Beide sind aus Österreich, so fällt die Kommunikation nicht schwer. Nach dem organisierten Essen sind wir auch ins Bett;)
Am nächsten Tag sind wir durch nette Hilfe zu Walmart gefahren und: oh mein Gott - wir hatten WLAN! Erstmal saßen wir eine Stunde um alle unsere Nachrichten zu checken, zu telefonieren via whats App und Sprachnachrichten zu machen. Danach irrten wir dort rum um Basics zu kaufen wie Putzmittel etc.  zwar geht es am nächsten Tag da auch nochmal hin, dann müssen wir uns damit nicht mehr beschäftigen. 

Nachdem wir mit dem Taxi zurück sind (definitiv 'not walking distance') und nach dem Essen habe ich versucht meine neue simkarte zu installieren. Leider nicht sehr einfach! Später kam noch jemand wegen dem WLAN vorbei, leider funktioniert es nicht so gut da unser Modem nicht möchte und wir uns zurzeit woanders durchschnorren.
Und um auf den Titel anzuspielen: wir verwechseln häufig unsere Getränke und so ist das die meist gestellte Frage hier 😄.
Eine Toilette ist schon defekt, sonst ist aber noch alles heil;) den Pool haben wir auch schon getestet, sehr zu empfehlen!

Morgen gehen wir frühstücken mit allen - ich bin gespannt!

Bilder folgen übrigens die Tage!

I'm in Miami, ihr bitches!

Teil I



Ich hoffe es geht euch allen gut, mir definitiv. Weil das jetzt alles ein bisschen länger dauert, unterteile ich diesen Post in zwei Teile.

Kurz vor Abflug war es sehr, sehr stressig, schön und auch sehr traurig. Man will allen gerecht werden und weil ich die Idee hatte, das letzte Wochenende nach Büsum (Nordsee) zu fahren, war die Zeit noch knapper.
In Büsum war ich mit meiner lieben Freundin Pauline:) zu zweit einen Roadtrip mit Wein, happy Hour Cocktails, langen Spaziergängen am Deich, witzigen Rentnern die ihr Skatgeld verhökern wollten, Oldtimer Autos, und und und.. Ein unvergessliches Wochenende - Danke, Paul❤️
Danach ging es drunter und drüber, viel Essen gegangen, mit der Familie und Freunden einige schöne Stunden verbracht, gelacht und leider auch geweint. Denn so locker und flockig ist es nun doch nicht Abschied zu nehmen. Vor allem von meinen fünf liebsten Girls. Denn eigentlich realisiert man es nicht wirklich das man geht und das macht alles so surreal. Auf jeden Fall endete nach einem Essen alles in Tränen und Gruppenkuscheln. Ich liebe euch.
Und weil ich natürlich ich bin, hab ich natürlich erst um 22h an meinen Koffer an zu packen (ja, ja, ich weiß..) und hatte eigentlich den ursprünglichen Plan nur maximal 12 Kilo mitzunehmen (genaaaaaau - ich sage nur 2 Kilo Übergewicht 😇) . Mit Mutti hab ich dann lange meinen Koffer gepackt. Bin dann auch um 2h erst ins Bett gegangen, um um 5h wieder aufzustehen. Morgens ging ja direkt der Flug, wo ich ja keine Menschenseele sehen wollte...